Klausur Wintersemester 2019/20

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Axel Hillmann
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Klausur Wintersemester 2019/20

Beitragvon Axel Hillmann » Do 2. Jul 2020, 18:56

Liebe KommilitonInnen,

mein Lösungsvorschlag:

Aufgabe 1

a) p = 50 - x [für 50 größer_gleich p größer_gleich 20]
p = 35 -0,5*x [für p < 20]

b) Zeichnung

c) x = 20
p = 30
G = 400

d) W = 600

e) Preisdifferenzierung dritten Grades

f) G = p1*x1 + p2*x2 - 10*(x1 + x2)

g) x1 = 20
x2 = 5
p1 = 30
p2 = 15
G = 425

h) W = 637,5

Aufgabe 2

a) Bei der Verschuldenshaftung setzt die Schadensersatzzahlung ein Verschulden des Verursachers voraus. Dieser muss nicht zahlen, wenn er die „im Verkehr erforderliche Sorgfalt“ eingehalten hat, also weder vorsätzlich noch fahrlässig gehandelt hat. Ökonomisch wird dieser Rechtsbegriff abgestellt auf die Überschreitung eines (als optimal angesehenen) Niveaus der Ressourcennutzung bzw. auf die Überschreitung eines festgelegten Produktionsniveaus oder auf die Unterschreitung eines staatlich bestimmten Sorgfaltsstandards (der Vermeidung), wobei die Beweislast beim Geschädigten liegt. Bei der Gefährdungshaftung haftet der Verursacher hingegen unabhängig vom Verschulden bei jedem Aktivitätsniveau für die externen Kosten.

b) ES(z) = 125 / (z+2)

c) z = 3

d) z_max = 8

e) z = 3

f) z = 4

Aufgabe 3

a) Ein Nash–Gleichgewicht ist das Ergebnis eines Entscheidungskonfliktes bzw. eines nicht–kooperativen Spiels, bei dem sich alle Spieler bei gegebenen Entscheidungen der Gegenspieler individuell optimal verhalten.

b) Für (I) und (II) gibt es kein Nash–Gleichgewicht in reinen Strategien

c) 2 < a < 5

Aufgabe 4

a) Suchgut: vor dem Kauf (Vertragschluss)
Erfahrungsgut: nur nach dem Kauf (Vertragschluss)
Vertrauensgut: weder vor noch nach dem Kauf (Vertragschluss)

b) Laissez–faire–Regel: Liegt das übertragbare Verfügungs– bzw. Eigentumsrecht an der Ressource bei dem Verursacher (hier: Fabrik), hat jener also das Recht auf unbeschränkte Nutzung bzw. ungehinderte Produktion, verhandeln Verursacher und Geschädigter (hier: Fischer) über eine Zahlung des Geschädigten an den Verursacher als Gegenleistung für die Reduktion von Produktion bzw. externen Kosten.
Verursacherregel: Liegen Verfügungs– bzw. Eigentumsrecht beim (potentiell) Geschädigten, hat dieser mithin das Recht auf vollständige Abwesenheit von externen Kosten, also ein Recht auf Nicht–Produktion, verhandeln Verursacher und (potentiell) Geschädigter über eine Zahlung (Schadensersatz) des Verursachers an den Geschädigten als Gegenleistung für die Verursachung von externen Kosten.

c) falsch

Ich hoffe, es hat für Sie zum Bestehen gereicht. Wer die Marktversagen-Fibel in diesem Semester bestellt hat, erhält eine ausführlich kommentierte Lösung per Mail.

Freundliche Grüße
Axel Hillmann

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Re: Klausur Wintersemester 2019/20

Beitragvon FB17 » Fr 24. Jul 2020, 12:43

Hallo Herr Hillmann,

bei Aufgabe 2 c&d stehe ich auf dem Schlauch. Könnten Sie mir vielleicht einen Ansatz geben, damit ich versuchen kann die Aufgabe selbstständig zu "erarbeiten"?

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Re: Klausur Wintersemester 2019/20

Beitragvon Axel Hillmann » Fr 24. Jul 2020, 13:21

Liebe/r Kommilitone/in,

FB17 hat geschrieben:Könnten Sie mir vielleicht einen Ansatz geben, damit ich versuchen kann die Aufgabe selbstständig zu "erarbeiten"?

für beide Fälle lautet die Frage:

Wie lautet das Kostenminimierungsproblem des Schadensverursachers A? Unter welcher Bedingung haftet er für den von ihm verursachten Schaden?

Siehe Kapitel 2.3 bzw. 3 im Abschnitt Ihrer Fibel.

Freundliche Grüße
Axel Hillmann

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Re: Klausur Wintersemester 2019/20

Beitragvon FB17 » Do 30. Jul 2020, 15:24

Hallo Herr Hillmann,

für c) gilt folgendes: K ges = K + ES (Z)

daraus dann die notw. Bedingung (dK/dz = 0) ergibt dann z*=3. Ist das Vorgehen so korrekt?

Bei d) habe ich noch Schwierigkeiten. Da jetzt die VH vorliegt trägt der Schadensverursacher doch nur die Kosten, wenn das Sorgfaltsniveau z<z*=3 unterschreitet, oder?
Würde ja bedeuten, dass das Kostenminimierungsproblem nun wie folgt aussieht:

K (VH) = K(z) & K(z) + ES (z),

wobei für K(z) gilt: z >gleich 3 und für K(z) + ES(Z) gilt: z < 3

Ich komme so allerdings auf x VH = 15. Laut meiner Berechnung liegt K(z) + ES(z) außerhalb des Defintionsbereiches.

Wo liegt mein Fehler?

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Re: Klausur Wintersemester 2019/20

Beitragvon Axel Hillmann » Fr 31. Jul 2020, 11:58

Liebe/r Kommilitone/in,

FB17 hat geschrieben:für c) gilt folgendes: K ges = K + ES (Z)

daraus dann die notw. Bedingung (dK/dz = 0) ergibt dann z*=3. Ist das Vorgehen so korrekt?

ja, das ist richtig.

FB17 hat geschrieben:Bei d) habe ich noch Schwierigkeiten. Da jetzt die VH vorliegt trägt der Schadensverursacher doch nur die Kosten, wenn das Sorgfaltsniveau z<z*=3 unterschreitet, oder?

Die Grenze z* = 3 gibt die Aufgabenstellung nicht her. Hier ist nach dem maximalen Sorgfaltsstandard gefragt, den ein Schadensverursacher einhalte würde. Der maximale Sorgfaltstandard liegt bei dem Wert, dessen Einhaltung dieselben Kosten verursachen wie bei der optimalen Überschreitung des Sorgfaltstandards. Diesen Wert haben Sie in c) berechnet. Also: Kosten vergleichen!

Freundliche Grüße
Axel Hillmann

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