EA Mikroökonomik | Sommersemester 2020

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Axel Hillmann
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EA Mikroökonomik | Sommersemester 2020

Beitragvon Axel Hillmann » Mi 1. Apr 2020, 15:48

Liebe KommilitonInnen,

diskutieren Sie hier gern die aktuelle Einsendearbeit Mikroökonomik, ich steh mit Rat und Tat gern zur Seite .

Freundliche Grüße
Axel Hillmann

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Aenneken
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Re: EA Mikroökonomik | Sommersemester 2020

Beitragvon Aenneken » Mi 20. Mai 2020, 19:43

Hallo,

ich habe eine Verständnisproblem bei der Aufgabe 1c der Einsendearbeit.
Wenn ich das Gewinnmaximierungsproblem löse, fällt durch die erste Ableitung q weg, sodass ich keine Angebotsfunktion q(p) herleiten kann. Da die Aufgabenstellung besagt, dass die Produktkapazität auf maximal 1000 GE beschränkt ist, nehme ich an, dass das maximale Gewinn auch mit diesen 1000 GE erzielt wird. Ist das richtig?

Wenn ich die Durchschnittskosten betrachte AC = C(q)/q stellt sich heraus, dass der Preis, den ich durch die erste Ableitung des Gewinnmaximierungsproblems erhalte, mit den Durchschnittskosten übereinstimmt. Dies bedeutet doch, dass sich für die Firma weder ein Markteintritt noch -austritt lohnen würde. Oder? Die Firma kann ja mit ihrer maximalen Produktionskapazität nur ihre Durchschnittskosten abdecken und keinen Gewinn erzielen.

Vielen Dank schon einmal für die Hilfe!
Viele Grüße, Anna

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Axel Hillmann
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Re: EA Mikroökonomik | Sommersemester 2020

Beitragvon Axel Hillmann » So 24. Mai 2020, 19:46

Liebe Anna,

Aenneken hat geschrieben:Wenn ich das Gewinnmaximierungsproblem löse, fällt durch die erste Ableitung q weg, sodass ich keine Angebotsfunktion q(p) herleiten kann.

das ist nicht ganz korrekt. Die Angebotsfunktion lautet P = 6. In einem Preis-Mengen-Diagramm handelt es sich um eine Angebotskurve, die in Höhe von P = 6 parallel zur Abszisse verläuft.

Aenneken hat geschrieben:Da die Aufgabenstellung besagt, dass die Produktkapazität auf maximal 1000 GE beschränkt ist, nehme ich an, dass das maximale Gewinn auch mit diesen 1000 GE erzielt wird. Ist das richtig?

Der Gewinn beträgt Null für jede Menge 0 < q < 1.000.

Aenneken hat geschrieben:Wenn ich die Durchschnittskosten betrachte AC = C(q)/q stellt sich heraus, dass der Preis, den ich durch die erste Ableitung des Gewinnmaximierungsproblems erhalte, mit den Durchschnittskosten übereinstimmt.

Richtig, deshalb ist der Gewinn stets Null.

Aenneken hat geschrieben:Dies bedeutet doch, dass sich für die Firma weder ein Markteintritt noch -austritt lohnen würde. Oder? Die Firma kann ja mit ihrer maximalen Produktionskapazität nur ihre Durchschnittskosten abdecken und keinen Gewinn erzielen.

Ja, so sagt es die (vereinfachende) Kurseinheit.

Damit Sie es nachvollziehen können: Es gibt (in anderen Lehrbüchern üblicherweise) einen Unterschied zwischen "Gewinn" im betriebswirtschaftlichen und im volkswirtschaftlichem Sinn: Zu den Kosten im volkswirtschaftlichem Sinn zählen auch Opportunitätskosten wie kalkulatorischer Unternehmerlohn und kalkulatorische Eigenkapitalverzinsung. Insoweit derartige Kosten zu verzeichnen sind, liegen die Kosten im volkswirtschaftlichem Sinn höher als im betriebswirtschaftlichen Sinn. Anders ausgedrückt: Ein Gewinn von Null im volkswirtschaftlichem Sinn entspricht einem Gewinn größer Null im betriebswirtschaftlichen Sinn. In diesem Fall würde die Firma selbstverständlich am Markt bleiben.

Freundliche Grüße
Axel Hillmann

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